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Die zehn wichtigsten Bergwerke Frankreichs

Das französische Bergbauerbe reicht von den Steinkohlenrevieren des Nordens und Lothringens bis ins Silber der Cevennen und das Eisen der Vogesen. 2012 wurde der Bassin Minier des Nord-Pas-de-Calais komplett ins UNESCO-Welterbe aufgenommen. Die folgenden zehn Standorte fassen tausend Jahre französische Industriearchäologie zusammen.

Centre Historique Minier de Lewarde

Das größte Bergbaumuseum Frankreichs, auf der ehemaligen Fosse Delloye im UNESCO-Welterbe des Nord-Pas-de-Calais-Reviers. Vollständig erhaltene Anlagen, Untertage-Rekonstruktion und das umfassendste Archiv der französischen Kohlebergbaugeschichte.

Carreau Wendel, Petite-Rosselle (Lothringen)

Ein gewaltiges lothringisches Steinkohlemuseum mit rekonstruierter Untertage-Strecke direkt an der deutschen Grenze. Bilinguales Programm — französisch und deutsch.

Mines d'Argent des Rois Francs, Melle (Deux-Sèvres)

Die Silber-Blei-Gruben der frühen Frankenkönige, deren Ausbeute zur Prägung der „Deniers" diente — der Silbermünzen, die Karls des Großen Reich finanzierten. Selten besuchter, archäologisch erstklassiger Standort.

Musée de la Mine, Saint-Étienne

Das Fördergerüst Couriot und die Lampenstube am Standort, der die französische Kohleindustrie definierte. Das Stadtbild Saint-Étiennes verdankt diesem Standort seine industrielle Identität.

Tellure, Sainte-Marie-aux-Mines (Elsass)

Elsässer Silberbergwerke des 16. Jahrhunderts, mit einer 600-Meter-Untertagebahn. Die deutsch-französische Grenzregion mit ihrer doppelten Bergbautradition lässt sich hier gut erfassen.

La Mine Bleue, Anjou

Eine einzigartige Blauschiefer-Mine in Westfrankreich, mit Grubenbahn-Abfahrt und einer Ausstellung über Dachschiefer. Anders als jeder andere Standort in Frankreich.

Musée de la Mine, La Machine (Nièvre)

Das mittelfranzösische Kohlemuseum auf einem Bergbaugelände, das von 1689 bis 1974 in Betrieb war. Das benachbarte Bergmannsdorf gibt einen seltenen Einblick in das Zentral-Frankreich der Industrialisierung.

Mines de Bruoux, Provence

Ockergruben in der Provence mit kathedralenhohen unterirdischen Sälen in tiefem Rot und Gelb. Optisch eines der spektakulärsten Bergbaubilder Europas.

Bassin Minier Nord-Pas-de-Calais (UNESCO 2012)

Das gesamte 120-Kilometer-Steinkohlenrevier wurde 2012 ins UNESCO-Welterbe eingetragen — mit 51 Halden, 21 Fördergerüsten und vier Arbeitersiedlungen. Ein Roadtrip von Béthune nach Valenciennes umfasst die Schlüsselpunkte.

Mine Image, La Motte-d'Aveillans (Isère)

Eine Isère-Kohlemine, in der Besucher mit einer echten Grubenbahn in einen bis 1997 genutzten Stollen einfahren. Authentizität auf hohem Niveau.

Reiseplanung

Drei Routen lassen sich gut machen: Nord (Lewarde + Lothringen + Saarland), Süd (Saint-Étienne + Provence + La Machine), West (Mine Bleue + Melle). Jede umfasst drei bis fünf Tage. Französische Führungen sind die Regel; einige Stätten bieten englische Tours.

Plane deine nächste Tour

Alle genannten Standorte finden Sie auf der interaktiven Karte — mit Öffnungszeiten und Hinweisen zur Barrierefreiheit.